Mindo: Lockruf des Abenteuers

Mindo ist eine kleine Stadt auf halber Strecke zwischen Quito und San Miguel de los Bancos. Eigentlich wäre der Ort nicht weiter der Erwähnung wert, wenn sich in den letzten Jahren nicht ein beispielloser Öko- und Abenteuerrummel ausgehend von seinem Infektionsherd Mindo in der ganzen Gegend den Masern gleich ausgebreitet hätte. Wir haben schon so viel von Mindo gehört – die Leute erzählen sich geradezu Fabeldinge – und nun fuhren wir mit großen Erwartungen und nicht geringeren Befürchtungen dorthin, um mit eigenen Augen die Wunder zu schauen, von denen man uns berichtet hatte.

Ich bin dem Abenteuer in der Wildnis nicht sonderlich zugetan, aber es gibt ja kaum einen anderen Grund, der den wagemutigen Reisenden reizen könnte, einen Ort wie diesen zu besuchen. Ich frage mich dabei nur immer, warum es fünftausend Jahre Kultur gegeben hat, wenn man sich am Ende doch wieder mit nassen Hosen durchs Gestrüpp schlägt.

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