Auf einem Mark an den Wasserfällen von Peguche kauften wir eine reife Kakaoschote. Die Verkäuferin überzeugte uns mit den Worten, man könne das Innere wie Obst essen und das Fruchtfleisch sei süß. Im Innern der harten äußeren Kapsel befindet sich eine Art Kolben mit den Kakaosamen. Man kann ihn mit dem Messer sehr leicht herauslösen. Die Kakaobohnen sind von milchig weißem, leicht schleimigen Fruchtfleisch umgeben. Die Frucht hat keinen besonderen Eigengeschmack, doch ist sie spürbar sauer, von Süße keine Spur. Das Fruchtfleisch ist relativ zäh und man muss schon eine Weile darauf herumkauen. Die Kakaobohnen selbst sind in rohem Zustand ungenießbar. Von der Konsistenz erinnern sie an Mandelkerne und wenn man sie zerkaut hat, ist es, als hätte man den Mund voller Holzstücke. Man nimmt etwas Kakaoaroma wahr, doch es überwiegt ein unangenehmer Bittergeschmack. Es mag sein, dass es Kakaoschoten gibt, deren Inneres süß schmeckt, doch diese war einfach nur sauer. Da bevorzuge ich den Kakao eindeutig in der verarbeiteten Form als Schokolade.