Bevor wir nach Cumbayá zurückkehrten, machten wir noch einen Abstecher zur schönen Laguna de Papallacta. Der stille See liegt eingezwängt zwischen grünen Hängen, als würden die Berge versuchen, ihn zwischen sich zu zerquetschen. Eine Straße führt am Ufer entlang und über die steile Uferböschung kann man über langmähnige Wiesen zum Wasser hinabsteigen. Eine Familie machte gerade am Seeufer Picknick und oben an der Straße hatte sich ein ganzer Autokorso aufgereiht. Die Leute genossen den Blick über den See, während sie ihre Snacks vertilgten. Ein paar Jugendliche, Einheimische wie es schien, lungerten an der Straße herum, trieben Schabernack und hatten Spaß.
Das Seeufer war schlammig und das Wasser wirkte trübe und kalt. Das war nicht der See, in dem man gern baden würde. Trotz der vielen Menschen, die man überall auf der Straße und am Ufer sah, wirkte die Landschaft einsam. Traurigkeit lag über diesem Bild und man fühlte sich wie ein Fremder in einem fremden leeren Land. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man hier je heimisch werden könnte. Man fühlt ganz deutlich, dass der Seele irgendetwas fehlt. Irgendetwas mangelt dieser Landschaft, nur vermag man nicht zu sagen, was es ist. Nachdem wir ein paar Fotos gemacht hatten, stiegen wir ins Auto und fuhren nach Hause.