Wie man weiß, sind die Ferien der Ernstfall des Lebens und der Ausnahmezustand des Alltags (Paare trennen sich im Urlaub bekanntlich öfter als irgendwann sonst). Wir waren auf Reisen und wieder einmal durchstreiften wir das Land mit solch rücksichtsloser Abenteuergier, dass kaum einmal Zeit blieb für Erholung, von Besinnung gar nicht zu reden. Daran, Beiträge für den Blog zu schreiben, war nicht zu denken. Am Abend fiel ich todmüde ins Bett, ausgelaugt von den üblichen Strapazen des Individualtourismus – endlose Autofahrten, unendliche Fußmärsche durch historische Altstädte, Anstehen für Eintrittskarten, stundenlanges Flanieren in Museen und Galerien, Bergbesteigungen und Wandertouren.
Zum Schreiben muss man ausgeschlafen sein und vor allem braucht man einen klaren Kopf, ein Zustand, der sich nur schwer einstellen will, wenn einem die Bilder des Tages fortwährend mit schwindelerregender Geschwindigkeit durchs Oberstübchen jagen. Jetzt, mit gebührendem zeitlichen Abstand und in der Behaglichkeit und Ruhe meines Heims, kann ich meine Gedanken wieder sammeln. Und vor allem habe ich nun Zeit. Schreiben braucht Zeit. Habt also ein wenig Geduld. Die Berichte über unsere Erlebnisse erscheinen in loser Folge. Viel Spaß beim Lesen.